Reformationsjahr 2017 - 500 Jahre Reformation

Luther-Denkmal vor der Frauenkirche in Dresden


31. Oktober 2016 bis 31. Oktober 2017

Aktuelles rund um die Veranstaltungen und Informationen finden Sie hier

Das Festival

Am 23./24. September 2017 veranstaltet die evangelische Landeskirche in Württemberg auf dem Stuttgarter Schlossplatz DAS FESTIVAL zu 500 Jahren Reformation unter dem Motto ... da ist Freiheit.

Das Diakonische Werk ist für die Gestaltung des Samstags, das Evangelische Jugendwerk für die des Sonntags zuständig. Es ist die größte Veranstaltung zum Reformationsjubiläum in Württemberg.


Samstag, 23. September 2017, ab 12.00 Uhr, Stuttgarter Schlossplatz
Das FESTIVAL macht besonders am Samstag sichtbar, für welche Gesellschaft Diakonie eintritt: Für ein lebendiges Miteinander unterschiedlicher Menschen, für Offenheit und gegenseitigen Respekt. Musik, Kreativität und Aktionen zu 500 Jahren Reformation werden Menschen aus ganz Württemberg mitten in Stuttgart begeistern: Arme und Reiche, Einheimische und Flüchtlinge, Junge und Alte, Menschen mit großen und Menschen mit kleinen Beeinträchtigungen. Alle sind willkommen.
Es gibt spannende Aktionen, Musik zum Mitmachen und Genießen, leckeres Essen und zahlreiche Gelegenheiten, alte und neue Bekannte zu treffen. Seien Sie dabei, wenn es heißt: DA IST FREIHEIT.
Von 17.00 – 18.00 Uhr findet auf der Hauptbühne ein Gottesdienst mit Landesbischof Frank Otfried July, Bischof Dr. Gebhard Fürst und dem Team des Nachtschicht-Gottesdienstes statt, zu dem auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann eingeladen wird.


Sonntag, 24. September 2017, ab 11.00 Uhr, Stuttgarter Schlossplatz
Der Sonntag ist vor allem für Jugendliche ab 13 Jahren. Ab 11 Uhr geht es auf dem Schlossplatz los mit viel Musik, klugen und witzigen Beiträgen von den Bühnen, mit Jugendgottesdiensten in zwei Kirchen und im Kino und mit viel Spaß auf den Aktionsflächen.

Der Eintritt ist für alle frei.
Alle sind willkommen.

Mehr Infos unter www.da-ist-freiheit.de

einblicke-ausblicke-Gottesdienst am Sonntag, 15. Oktober, 18.00 Uhr, Michaelskirche

Kirchenrätin Dr. Christiane Kohler-Weiß

"Was macht mich innerlich wirklich frei?"
Im Gespräch über Luthers Freiheitsschrift.

Gast: Kirchenrätin Dr. Christiane Kohler-Weiß                
Musik: inside-out feat. Jenny Müller-Sprenger

Unseren Gottesdienst feiern wir mit Kirchenrätin Dr. Christiane Kohler-Weiß, die unsere Beauftragte für das Reformationsjubiläum in der Evangelischen Landeskirche ist. Sie ist zugleich die Herausgeberin von Luthers Freiheitsschrift in Leichter Sprache.
Im Gottesdienst werden wir mit ihr ins Gespräch kommen.

 

Bei der Vorbereitung hatte Pfarrer Joachim Wolfer schon Gelegenheit, mit ihr zu sprechen:

Warum haben wir in Württemberg als Motto des Reformationsjubiläums eigentlich „...da ist Freiheit gewählt?“
Wir haben ein Thema gewählt, das sowohl für den Glauben als auch gesellschaftlich von Bedeutung ist. Gerade dass „Freiheit“ in der christlichen Theologie und in liberalen Gesellschaften etwas Verschiedenes bedeutet, macht die Sache interessant! 

Sind Sie mit dem Verlauf des Jubiläums zufrieden?
Ich bin beeindruckt, wie engagiert und kreativ die Gemeinden, Kirchenbezirke und kirchliche Einrichtungen das Thema „500 Jahre Reformation“ aufgenommen haben. Auch viele Museen, Theater und andere kulturelle Institutionen haben das Thema Reformation oder das Thema Freiheit aufgegriffen. Das finde ich toll!

Was waren für Sie bisher Höhepunkte?
Das kann ich nicht beantworten. Ich habe schon sehr, sehr viele bewegende Gottesdienste, interessante Debatten und wunderbare Konzerte erleben dürfen. Auch Theateraufführungen, Ausstellungen und kluge Vorträge haben mich schon begeistert. Ein Höhepunkt, auf den ich mich aber noch sehr freue, ist das Festival „… da ist Freiheit“ auf dem Schlossplatz am 23./24. September.

Was hat Sie überrascht?
… dass von Feiermüdigkeit noch kaum etwas zu spüren ist. Klar gibt es immer die Stimmen, die sagen: „Jetzt ist aber genug mit Luther!“ Aber die meisten Veranstaltungen und Projekte erfahren viel Zuspruch. Mir wird immer wieder erzählt, dass Veranstalter von dem großen Interesse an ihren Angeboten selbst überrascht waren.

Was fasziniert Sie heute noch an Luthers Freiheitsschrift, die in unserm Gottesdienst im Mittelpunkt stehen wird?
Aus der ganzen Schrift weht mir der Geist der Freiheit entgegen, von dem Luther bewegt war. Der Text ist getränkt von Dankbarkeit, Freude und Liebe. Hinzu kommen scharfsinnige Argumentationen und eine wunderbare Sprache. 

Haben Sie schon einmal mit Ihren Kindern über Luthers Thesen aus der Freiheits-schrift diskutiert?
Ich habe jedem meiner Kinder – und Patenkinder! – die Ausgabe von Luthers Schrift in Leichter Sprache geschenkt, aber gelesen hat es vermutlich keines. Meine Kinder haben den Freiheitsdrang aller jungen Menschen. Und sie wissen, dass Freiheit und Verantwortung zusammengehören. Das hat durchaus mit Luther zu tun.

Luthers Thesen provozieren heute noch:
„Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht und jedermann untertan.“
Kann Luther diesen Widerspruch auflösen?

Er schon. Die Frage ist, ob wir diesen Widerspruch auflösen können.

Ist die Seele wirklich frei, von äußeren Anfechtungen, wie Hunger und Durst, Gesundheit oder Krankheit, wie Luther das behauptet?
Natürlich ist sie das nicht. Die Psyche leidet mit, wenn es dem Leib schlecht geht. Aber es gibt einen Kern meiner Person, der bei Gott geborgen ist. Das kann ein großer Trost sein, gerade wenn man krank ist oder Opfer von Gewalt wurde.
Darüber werden wir in dem Gottesdienst in Wangen sicher ins Gespräch kommen!

Jesu, meine Freude

Freitag, 27. Oktober 2017, 20.00 Uhr, Kreuzkirche Hedelfingen, Amstetter Str. 25

„Christus in der Musik“ ist das vorgegebene Thema für diesen Abend im Rahmen der Reformationsfestwoche

Motetten und Kantaten von J.S. Bach, u.a.
Kreuzchor Stuttgart, Instrumente
Leitung: KMD Manuela Nägele

Mit Martin auf Entdeckertour

Familiengottesdienst zum Auftakt der Kinderbibeltage

Sonntag, 29. Oktober 2017 um 10.00 Uhr im Gemeindehaus, Ulmer Str. 347A

mit anschließendem Mittagessen!

Kinderbibeltage: Donnerstag, 2.11.2017 bis Samstag, 4.11.2017
jeweils 9.15 – 13.30 Uhr im Ev. Gemeindehaus, Ulmer Straße 347A
Nähere Infos zu den Kinderbibeltagen

„frei, zu helfen“.

Diakoniepodium zu Altenpflege, Obdachlosenhilfe, Flüchtlingshilfe und Beteiligungsgemeinde.

Montag, 30. Oktober 2017, 19-21 Uhr, Ev. Gemeindehaus Stuttgart-Wangen, Ulmer Str. 347A

Musikalische Rahmung: EcclesiJazz: „Lauter Luther Lieder“


PodiumsteilnehmerInnen:

Kranken-und Altenpflege
Denis Stojakovic, Leiter der Evangelischen Diakoniestation Hedelfingen
Sonja Ströhle, ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe Wangen

Obdachlosenhilfe
Frau Schiefelbein-Beck, Diakonin bei der Ambulante Hilfe e.V.
Marlies Hollich, Ehrenamtliche Mitarbeiterin Wärmestube Stuttgart-Wangen

Flüchtlingshilfe
Inna Zondler, Freundeskreis Flüchtlinge Wangen

Beteiligungsgemeinde
Michael Mischke, Vorsitzender Ev. Kirchengemeinde Stuttgart-Wangen

Moderation: Peter Reif

Festgottesdienst am Reformationstag

Dienstag, 31. Oktober 2017, 10.00 Uhr, Kreuzkirche Hedelfingen, Amstetter Str. 25

J.S. Bach „Sei Lob und Preis mit Ehren“, Kantate BWV 117
Kathrin Koch - Alt, Roger Gehrig - Tenor, Matthias Nenner - Bass
Kreuzchor Stuttgart
Sinfonia 02
Leitung: KMD Manuela Nägele
Liturgie & Predigt: Pfarrerin Renate Kleinmann, Pfarrer Wilhelm Kautter, Pfarrer Joachim Wolfer

 

 

„Nur keine Angst! Gott ist für dich!“

Dienstag, 31. Oktober 2017, 18.00 Uhr, vor und in der Bernhardskirche Rohracker, Rohracker Str. 257

Ein szenisches Spiel über das Leben von Martin Luther
Regie: Renate Schlüter

 

 

„Nach wem heißt eigentlich Ihre Kirche?“

Ökumenische Veranstaltung an Allerheiligen
im Rahmen des Reformationsjubiläums


Mittwoch, 1. November 2017, 18.00 Uhr, Kreuzkirche Hedelfingen, Amstetter Str. 25

„Nach wem heißt eigentlich Ihre Kirche – oder die am Urlaubsort?
Das Ökumenische Heiligenlexikon weiß Rat. Weltweit, online, aktuell. Vorgestellt vom Herausgeber des Lexikons, Pfarrer im Ruhestand Joachim Schäfer, Stuttgart-Hedelfingen.“

Luther vor Ort. Fotografieausstellung zu den Lutherstätten

Luthers Geburtshaus in Eisleben, sein Elternhaus in Mansfeld, Luthers Mönchszelle im Augustinerkloster in Erfurt, die Lutherstube im ehemaligen „Schwarzen Koster“ in Wittenberg, seine Schreibstube auf der Wartburg und vieles mehr… Mit unserer Ausstellung anlässlich des 500-jährigen Jubiläums der Reformation laden wir Sie dazu ein, Martin Luther, sein Leben und Wirken anhand von Fotografien der authentischen Orte zu entdecken und auf anschauliche Weise dem Reformator nachzuspüren.

Lange Zeit waren für mich die Orte der Reformation nur leere Namen. Während meines Studiums lagen Thüringen und Sachsen-Anhalt hinter dem „Eisernen Vorhang“. Wo war Luther noch mal genau her? Wie bitte, aus Mansfeld? Und wo finde ich das genau? Und Wittenberg, ja das liegt doch irgendwo auf dem Weg nach Berlin. Im vergangenen Jahr 2016 hatte ich in der Vorbereitung aufs Reformationsjubiläum Gelegenheit, teilweise zum ersten Mal, wichtige Orte in Luthers Leben zu besuchen und meine Eindrücke dieser Lutherstätten fotografisch festzuhalten. Auf einmal wurde mir auch sein Lebenslauf viel greifbarer und ich konnte mir, reisend und aufsuchend, ein ganzheitlicheres Bild unseres Reformators machen.
Luther kam nicht aus ärmlichen Verhältnissen, im kargen Klosterleben übernahm der junge Mönch verantwortungsvolle Aufgaben und fiel schon früh durch seine besondere Begabung auf. Dass Professor Luther, der Legende nach, gerade Schlosskirche zu Wittenberg seine Thesen gegen den Ablasshandel mit Reliquien anschlug, macht Sinn. Da war zum einen der Zeitpunkt, nämlich der Vorabend vor Allerheiligen. Der Tag, an dem die Verehrung der Reliquien – der „Überbleibsel“ eines Heiligen – ihren Höhepunkt im Jahr erlebte. Das war zum anderen ein symbolischer Ort. Friedrich der Weise besaß Unmengen von Reliquien, die der Kurfürst eben in der Schlosskirche an Allerheiligen zur Schau stellte. Wer hätte gedacht, dass Jahre später derselbe Landesherr „seinen“ Luther vor dem sicheren Tod rettete und auf der Wartburg in Schutzhaft nahm. Dort in einer armseligen Stube übersetzte Luther in nur 10 Wochen das Neue Testament direkt aus dem Griechischen in ein allgemein verständliches Deutsch.
Als bekannter Reformator lebte Luther mit Ehefrau Katharina von Bora und seiner Familie im aufgelösten Dominikanerkloster, das ihnen 1532 sogar übereignet wurde.
Aber schauen Sie selbst – bei der Ausstellung im Seminarraum des Evangelischen Gemeindehauses.
Die Ausstellung wurde offiziell eröffnet mit einem Gottesdienst am 19. März 2017 im Ev. Gemeindehaus.


Joachim Wolfer

Luther vor Ort

Am 19.März 2017 eröffnete Pfarrer Joachim Wolfer im Rahmen des Gottesdienstes unsere Lutherausstellung, die aktuelle Bilder von Stationen aus dem Leben von Martin Luther zeigt.
Die Ausstellung im Seminarraum des Gemeindehauses  kann von Montag bis Freitag nach Absprache besucht werden.
Termin vereinbaren Sie bitte unter  Telefon 0711 422125.