Film: Song for Marion

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 16.00 Uhr, Generationenzentrum Kornhasen, Willy Körner Haus, Erna Beck Saal

Im Rahmen vom Europäischen Filmfestival der Generationen wird im Kornhasen der Film "Song for Marion" gezeigt. Die Wangener Projekte "Nachbarschaf(f)t Leben" und "Quartier 2020" laden herzlich dazu ein.

Der Eintritt ist frei.

Inhalt: Der 72-jährige Arthur ist ein eigenwilliger, verschlossener alter Mann. Seine sterbenskranke Frau Marion ist der einzige Mensch, dem er vertraut, während er sich mit seinem erwachsenen Sohn James unentwegt streitet. Marion ist Mitglied in einem christlichen Chor, der neben traditionellen Liedern auch mal Rock-Nummern einstudiert. Obwohl Arthur keinerlei Verständnis für dieses Hobby aufbringen kann, sieht er anerkennend, wie das Singen in Gemeinschaft seiner Frau gut tut. Als Marion stirbt, versucht die charmante Chorleiterin Elizabeth Arthur aus seiner Einsamkeit zu locken. Widerwillig lässt er sich auf das Experiment ein, im Chor mitzusingen und für einen Musikwettbewerb zu proben …

Das Projekt NACHBARSCHAF(F)T LEBEN neigt sicht dem Ende zu. Zwei Jahre lang haben wir informiert, Netzwerke gebildet, Menschen mit dem gleichen Interesse zusammengebracht. Wir haben versucht, das Thema Pflege und alles was damit zu-sammenhängt, in den Focus zu rücken, wir haben uns bemüht, das Thema Demenz aus der Tabuzone zu holen und wir wollten dies alles kulturenübergreifend gestalten. Ziel ist es, auch am Ende der festgelegten Projektzeit (Ende 2019) „Selbstläufer“ zu haben, d.h. Veranstaltungen, die gut angekommen sind, weiterhin jährlich zu wieder-holen. Wir sind gespannt!

Im November wird es die letzte Veranstaltung geben, nämlich „Wangen gesund + fit“ – eine Gesundheitsmesse in der Kelter. Wir hoffen auf viele interessierte Besucher, auf viele Informationen und spannende Antworten der Aussteller auf Ihre Fragen.
Der Eintritt in die Kelter ist frei, Essen und Trinken ist leider nicht gratis, dafür aber lecker und gesund.
Flyer mit näheren Infos zu den einzelnen Ausstellern werden verteilt und liegen an vielen Stellen in Wangen aus.
Wir freuen uns schon auf Sie!

Ihr Orga-Team NACHBARSCHAF(F)T LEBEN

Theodor Fuchs, Birgit Groß, Ulrich Heinz, Michael Mischke

Das Projekt NACHBARSCHAF(F)T LEBEN neigt sicht dem Ende zu. Zwei Jahre
lang haben wir informiert, Netzwerke gebildet, Menschen mit dem gleichen Interesse zusammengebracht. Wir haben versucht, das Thema Pflege und alles was damit zu-sammenhängt, in den Focus zu rücken, wir haben uns bemüht, das Thema Demenz
aus der Tabuzone zu holen und wir wollten dies alles kulturenübergreifend gestalten. Ziel ist es, auch am Ende der festgelegten Projektzeit (Ende 2019) „Selbstläufer“ zu haben, d.h. Veranstaltungen, die gut angekommen sind, weiterhin jährlich zu wieder-holen. Wir sind gespannt!

Im November wird es die letzte Veranstaltung geben, nämlich „Wangen gesund + fit“ – eine Gesundheitsmesse in der Kelter. Wir hoffen auf viele interessierte Besucher, auf viele Informationen und spannende Antworten der Aussteller auf Ihre Fragen.
Der Eintritt in die Kelter ist frei, Essen und Trinken ist leider nicht gratis, dafür aber lecker und gesund.
Flyer mit näheren Infos zu den einzelnen Ausstellern werden verteilt und liegen an vielen Stellen in Wangen aus.
Wir freuen uns schon auf Sie!
Ihr Orga-Team NACHBARSCHAF(F)T LEBEN
Theodor Fuchs, Birgit Groß, Ulrich Heinz, Michael Mischke


                                  "Wangen gesund und fit"

                      Gesundheitsmesse am 16. September 2019,

                             11.00 - 16.00 Uhr in der Kelter

 

 

Rückblick

Was bringt die Zukunft?

Herausforderungen durch die demografischen Veränderungen.
Jahrzehntelang hat man über den demografischen Wandel gesprochen, hat ihn berechnet, beschrieben – jetzt ist er da. Demografischer Wandel bedeutet: Die Bevölkerung verändert sich. Etwas anders, als noch vor ein paar Jahren gedacht – weil unser Land doch noch nicht bevölkerungsmäßig schrumpft, sondern sogar auf absehbare Zeit wächst. Aber eben nicht überall. Jede Stadt, jede Gemeinde im Land bekommt sozusagen ihre eigene Rechnung von der Demografie. Und den zweiten Teil des demografischen Wandels – die Alterung der Gesellschaft – kann niemand mehr aufhalten.
Eines ist daher klar: Wer diese Veränderungen einfach laufen lässt und nichts tut, wird bald feststellen, dass sich der so sanft klingende demografische „Wandel“ in harten Strukturveränderungen bemerkbar macht, die uns nicht gefallen werden.


Das Land hat einen Beauftragten für Demografie eingesetzt. Er soll als Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, die Kommunen, die Wirtschaft und soziale Akteure im Land dienen und die mit dem demografischen Wandel einhergehenden Herausforderungen sowie Lösungskonzepte der Öffentlichkeit zugänglich machen. Ziel ist es, die Herausforderungen des demografischen Wandels zu erkennen und aktiv anzugehen und – soweit möglich – ein Gegensteuern anzuregen. 
Der demografische Wandel ist auch nach Wangen gekommen.

Machen wir also das Beste draus. Ein gutes Beispiel dafür ist das Projekt NACHBARSCHAF(F)T LEBEN. Wer das vielfältige Veranstaltungsprogramm liest, der sieht: Hier sollen sich Menschen aller Generationen, egal woher sie stammen, die Hände reichen und gemeinsam ein lebenswertes Umfeld schaffen. Egal, ob das in der Apfel-Gemüse-Woche, bei einem der Filmabende oder bei der Disco 70+ stattfindet.

Viele machen bereits mit und es könnten noch mehr sein.
Mit dem Städtebaulichen Projekt "TransZ" soll Wangen an der einen oder anderen Stelle ein schöneres Gesicht erhalten, und mit dem Projekt "Quartier 2020. Gemeinsam.Gestalten." soll der Quartiersgedanke in Wangen Einzug halten. Dabei ist Wangen für viele Menschen bereits ein Quartier, mit Begegnungsstätte, Kinderhaus, Kindergarten, Gemeindehaus, Kelter und Weltlädle nah beieinander. Dazu gesellt sich vielleicht noch das "Lamm" in seiner neuen Funktion als Bürgerhaus. Damit bietet Wangen gute Voraussetzungen, dass Menschen, alt oder jung, deutsch oder mit ausländischen Wurzeln, christlich oder einer anderen Glaubensgemeinschaft zugehörig, friedlich zusammenkommen.

Und das wollen wir letztendlich doch alle!


Theodor Fuchs


Einen Vortrag zu diesem Thema, gab es am 24.09.2019, mit dem Demografiebeauftragten Thaddäus Kunzmann des Landes Baden- Württemberg.

Der sehr anschaulich den Blick in die Zukunft gab.

Ausflug ins LebensPhasenHaus Tübingen

Was für ein Bett! Ein Raunen geht durch die Reihen der Besucherinnen und Besucher. Nach unten, nach oben, links, rechts, Rückenteil heben, drehen. Alles geht. Und natürlich kommen auch gleich die Fragen dazu: Wieviel kostet so ein Bett? Wo kriege ich das? Zahlt das die Kasse?

Wir sind nicht im Möbelhaus. Wir befinden uns im LebensPhasenHaus in Tübingen. Ganz im Norden der Stadt, da, wo es schon wieder ländlich wird, wo Pferde und Kühe weiden. Das ist Teil des Konzepts dieser (Forschungs)Einrichtung. Weg vom universitären Betrieb, dorthin, wo kein Trubel das Schweifen der Gedanken stören kann. Denn hier steht eine ganz besondere Lebensphase im Mittelpunkt: Das Alter und die alten Menschen, vielleicht schon pflegebedürftig, angewiesen auf Unterstützung menschlicher oder technischer Art. Das zeigt sich bereits an der, jüngeren Menschen möglicherweise altbacken vorkommenden,  Möblierung des Wohnzimmers. Die Besucherinnen und Besucher allerdings kommen aus verschiedenen Altersgruppen: Die junge Sozialarbeiterin, die Anregungen sucht, was sie alten Menschen beim präventiven Hausbesuch empfehlen kann, Berufstätige, die noch einige Jahre mitten im Leben stehen werden, Rentnerinnen und Rentner – und heute eben auch zwei Damen über 90.
Menschliche Unterstützung, durch Familie und Bekannte, Nachbarn, professionelle Pflegedienste, ist das Eine. Aber Familie ist heute vielfach nicht mehr vor Ort oder nicht vorhanden, nicht jeder aus dem Bekanntenkreis oder der Nachbarschaft ist willig und fähig zu helfen. Dabei geht es auch um Menschen, die noch gar pflegebedürftig sind, sondern hier und da ein wenig Unterstützung benötigen.

Schauen wir uns Baden-Württemberg aus diesem Blickwinkel heraus an: Laut der gesetzlichen Pflegestatistik lebten Ende 2015 etwa 330.000 pflegebedürftige Menschen in Baden-Württemberg. Zwei Jahre vorher waren es knapp 300.000. Für das Jahr 2030 rechnete das Statistische Landesamt Baden-Württemberg mit 400.000 pflegebedürftigen Menschen. Allerdings: So viele waren es bereits Ende 2017. Natürlich sind davon viele im neuen Pflegegrad 1 und erhalten den Entlastungsbetrag von 125 Euro monatlich. Aber auch sie benötigen Unterstützungsleistungen.
Bei der Versorgung pflegebedürftiger Menschen – außerhalb stationärer Einrichtungen – rollt etwas auf unsere Gesellschaft zu, was noch schwer einzuschätzen ist. Vor allem fehlen Pflegekräfte; sie werden händeringend gesucht. Auch ambulante Pflegedienste müssen Anfragen abweisen, weil mangels Personal keine weiteren Kunden versorgt werden können. Ein Unding! Das Anwerben von Personal im Ausland allein birgt nicht genügend Potential, diesen Mangel auszugleichen. Benötigt wird Personal, das sich auch mit einem, im tiefsten schwäbisch schwätzenden, Klientel verständigen kann.

Bleibt noch die Unterstützung technischer Art, um selbstbestimmt und so lange wie möglich weiter in der eigenen Häuslichkeit zu wohnen. Und genau darum geht’s im LebensPhasenHaus. Es ist nicht nur das tolle Pflegebett, von dem Anfangs die Rede war. Es geht um die Ausstattung des Badezimmers und der Küche, um die Auswahl des Lichtsystems, die elektrischen Installationen in Haus oder Wohnung. Für vieles bietet das LebensPhasenHaus Lösungen an. Und zwar solche, die nicht am akademischen Schreibtisch erarbeitet wurden, sondern in Zusammenarbeit von Universität und namhaften Herstellern aus Baden-Württemberg. Diese Praxisnähe ist es auch, die den Wert einer Einrichtung wie das LebensPhasenHaus widerspiegelt.

Da lässt sich die Küchenarbeitsplatte hoch oder runterfahren, je nachdem Koch oder Köchin stehen oder im Rollstuhl sitzen. Da öffnet sich die Spülmaschine durch Klopfen an die Klappe und in einer Höhe, in der ein bequemes Einräumen der Körbe möglich ist. Und wenn vergessen wird, den Herd abzuschalten, macht das nach einer gewissen Zeit eben der Kollege Sensor, um Gefahr für Leib und Leben zu verhindern.

Um das Sturzrisiko zu minimieren, führen Lichtleisten in Boden nachts die Bewohnerin oder den Bewohner sicher zur Toilette, wobei das Licht in einer Frequenz ausgestrahlt wird, die den Menschen nicht aus seiner Tiefschlafphase reißt. Auch tagsüber wechselt die Beleuchtung. Blaues Licht am Morgen lässt die Menschen schneller aufwachen. Die Lichtschalter lassen sich an beliebigen Stellen anbringen, denn sie sind nicht mehr fest verbaut.
Und was im LebensPhasenHaus auch bestaunt werden kann: Die Vielzahl kleiner Helferlein für den Alltag, die einen Schlüssel ohne Kraftaufwand drehen oder Tuben bis zum Ende ausquetschen. Ein spezieller Messbecher erlaubt problemloses Ablesen der Flüssigkeitsmenge, eine Waage meldet mit Stimme, wie viel Mehl sich in der Waagschale befindet und ein Schneidebrett erlaubt einhändiges Brotschmieren.

Und so endet der Besuch im LebensPhasenHaus mit vielen neuen Erkenntnissen, aber auch vielen Fragen. Besucherinnen und Besucher sind beeindruckt, wie schwierige Situationen im Alltag alter Menscher schon durch Einsatz einfacher, aber natürlich auch hochwertiger Technologien bewältigt werden können. Unbeantwortet bleibt allerdings die Frage einer 94-jährigen Besucherin nach dem Verbleib des Geldscheißers, der das alles finanziert. Da müssen auch die freundlichen und kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LebensPhasenHauses passen, die sonst auf alle Fragen eine Antwort parat haben.

Aber das ist auch nicht ihre Aufgabe. Da muss die Politik ran und Rahmenbedingungen schaffen, die den Menschen, die eben solange wie möglich daheim leben wollen, dies auch ermöglichen. Denn das Pflegeheim soll für diese Menschen eigentlich nur die ultima ratio sein.
Dem LebensPhasenHaus wünscht man nach diesem Tag viele weitere Besucherinnen und Besucher. Es genießt einen so guten Ruf, dass ihm 2016 der Alterspreis der Robert Bosch Stiftung verliehen wurde. In Baden-Württemberg stellt es einen Leuchtturm dar in der Beforschung des Lebens im Alter. Auch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg hatte bereits vor mehreren Jahren die Notwendigkeit und den Wert einer solchen Einrichtung erkannt und das Projekt gefördert. Heute ist es mit vielen europäischen Institutionen, die sich mit dem Thema Altern beschäftigen, vernetzt.

Was macht man nach so einem erkenntnisreichen und spannenden Besuch im LebensPhasenHaus, bevor man sich wieder in den Bus hockt? Man geht einfach ein Haus weiter ins benachbarte Hofgut und genießt Kaffee und Kuchen auf der sonnigen Terrasse. Schließlich sind die älteren Herrschaften doch in der Mehrzahl...

Gerade sie spielen eine wichtige Rolle im Projekt NACHBARSCHAF(F)T LEBEN, das von der Begegnungsstätte in Stuttgart-Wangen ausgeht und dessen Ziel es ist, Hilfe, Beratung, Unterstützung und Entlastung für pflegende Menschen im Quartier sowie Sensibilisierung für das Thema Demenz zu schaffen. Und weil Informationen zum Thema Altwerden heute ebenso nützlich wie wichtig sind, wird im Rahmen des Projekts am 24. September 2019 um 18:00 Uhr der Demografiebeauftragte des Landes, Thaddäus Kunzmann, in die Begegnungsstätte nach Stuttgart-Wangen kommen und einen Vortrag zum Thema Demographischer Wandel und seine Herausforderungen halten. Auch darauf darf man gespannt sein.

Theodor Fuchs

NACHBARSCHAF(F)T LEBEN Gastgeber beim europäischen Filmfestival der Gernerationen

"Honig im Kopf“ - ein Film von Til Schweiger, schon oft gezeigt und oft besprochen. Aber immer ein Film, der anrührt, der bewegt, der schöne Bilder zeigt und schlechte Witze bietet. Und der natürlich auch an der Lebenswirklichkeit vieler Menschen vorbeigeht.
Egal! Im Rahmen des Europäischen Filmfestivals der Generationen und als eine der zahlreichen Aktionen im Projekt "NACHBARSCHAF(F)T LEBEN“ in Wangen war er im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde zu sehen.
Das besondere dabei: Silvia Kern, die Geschäftsführerin der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg, begleitete das Publikum in den Film hinein und danach während einer Diskussion zum Thema Demenz. Bereits im Sommer hatte sie in der vollbesetzten Begegnungsstätte einen spannenden Vortrag über die Vorstufen dieser Wesensveränderung referiert.

Klar, der Film zeigt Überzeichnungen - der Opa, der in den Kühlschrank pinkelt, Schuhe mitsamt Kuchen backt, der sich im Nobelrestaurant seltsam benimmt. Aber in Einem konnte der Film überzeugen: Mit der Hilflosigkeit und der Überforderung, der sich die Angehörigen im Alltag und in Extremsituationen ausgesetzt sehen, wenn ein Mensch nicht mehr so „funktioniert“, wie es alle erwarten. Wenn sich alles nur noch um ihn dreht und sein Verhalten den Alltag aller dominiert. Wie wohltuend entspannend und liebevoll hat seine Enkelin in ihrer Kindlichkeit die Situation im Griff.

Das Publikum im Gemeindehaus, man muss es einfach sagen, war in einem Alter, wo eine dementielle Veränderung nichts ungewöhnliches wäre. Vielleicht ist ja gerade damit auch das große Interesse der Teilnehmenden zu erklären, nicht nur an diesem Film, sondern auch an all den anderen Veranstaltungen, in der Begegnungsstätte oder auch im Generationenzentrum Kornhasen. Denn das Projekt will nicht nur informieren, es will auch verbinden und vernetzen und Isolation nicht als Konsequenz von Demenz begreiflich machen. Denn wir alle wollen trotz Demenz in NACHBARSCHAF(F)T LEBEN.
Am 12. November 2018 findet ein (interkulturelles) Frühstück, gemeinsam organisiert mit dem Projekt Quartier 2020 und dem FiZ, im Gemeindehaus statt, da kann jeder kommen, um sich auszutauschen. Das Frühstück markiert auch das Ende der Aktivitäten im Projekt für dieses Jahr. Ein Höhepunkt war sicherlich der Besuch der Staatssekretärin Bärbl Mielich MdL im September, die feststellen konnte, dass die Fördergelder des Ministeriums für Soziales und Integration in diesem Quartiersprojekt sehr gut angelegt sind.

Theodor Fuchs

einblicke-ausblicke Gottesdienst zum Thema Demenz

„Was gibt mir Halt?“Diese Frage stellen sich wahrscheinlich viele Menschen, die mit der Diagnose Demenz konfrontiert werden, sei es als Betroffene oder als Angehörige. Diese Frage wurde auch am Sonntag Abend in der Michaels-Kirche in Stuttgart-Wangen gestellt. Der Guten-Abend-Gottesdienst in der Reihe;einblicke ausblicke“ war diesmal Teil des Projektes NACHBARSCHAF(F)T LEBEN und dem Thema Demenz gewidmet.
Als Gäste waren Prof. Dr. Manfred Schnabel und Prof. J. Thomas Hörnig eingeladen, beide sind Professoren für Evangelische Theologie und Diakoniewissenschaft an der Evangelischen Hochschule in Ludwigsburg.
Über den Umgang mit Demenz und was diese Krankheit auch jenseits aller medizinischen Aspekte bedeutet, darüber gelang es in ein ermutigendes und aufrichtiges Gespräch zu kommen.Demenz wird unsere immer älter werdende  Gesellschaft prägen - bis 2050 wird die Zahl der Menschen mit Demenz in Deutschland auf drei Millionen ansteigen. Aber was ist die Lösung?
Die medizinische Forschung macht keine Hoffnung auf Heilung. Wir sind jetzt gefragt, die Gesellschaft, hier mit Geduld und Toleranz zu reagieren und immer den Menschen zu sehen, den es einmal gab.
Ein Thema, das sicherlich einige nachdenklich nach Hause gehen ließ.
Aber so schwer verdaulich das Thema auch ist, es fand eine gute Ergänzung in der Musik von der Band inside-out, unterstützt von Sängerin Jenny Sprenger-Müller.

Theodor Fuchs

Quelle Cannstatter Zeitung vom 25.09.2018

Die Pflegestärkungsgesetze stellte Peter Schmeiduch vor

Seit 25 Jahren gibt es nun schon die Pflegeversicherung. Sie ist neben Kranken-, Renten- und Unfallversicherung die vierte Säule der Sozialversicherung in Deutschland.  Und sie gerät immer mehr in den Fokus der gesellschaftlichen Themen.  Kein Tag vergeht, an dem die Medien nicht über Fachkräftemangel und Pflegenotstand berichten. Der demographische Wandel hat auch Baden-Württemberg fest im Griff.  Wir werden älter und damit auch immer mehr von uns pflegebedürftig. Was tun?

Das Wangener Projekt NACHBARSCHAF(F)T LEBEN hat am 27.09.2018 im Rahmen seiner Vortragsreihe zu einem Vortrag über die sogenannten Pflegestärkungsgesetze (PSG) eingeladen. Der Referent, Herr Peter Schmeiduch vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, hat aus einer doch recht trockenen Materie einen spannenden Vortrag gezaubert. Den Zuhörerinnen und Zuhörern wurde anschaulich verdeutlicht, wie die neue Begutachtung zur Pflegebedürftigkeit abläuft, welche Kriterien eine Rolle spielen und worauf seitens der Angehörigen dabei zu achten ist. Das Ergebnis der Begutachtung wird nun in den Pflegegraden dokumentiert. Hier ist wichtig zu wissen, dass der Pflegegrad 1 nun auch Leistungen für Menschen bietet, die bisher keine Ansprüche gegenüber der Pflegeversicherung hatten. Es muss lediglich eine "geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit" festgestellt werden. Es handelt sich vor allem um ältere Menschen, die unter wenigen Krankheitssymptomen leiden oder nur eine leichte Demenz haben, noch weitgehend selbstständig und fast ohne fremde Hilfe ihren Alltag meistern können.

Theo Fuchs

Wangen startet durch

Am 18.07.2018 hat Sylvia Kern, Geschäftsführerin der Alzheimer-Gesellschaft Baden-Württemberg, in der Begegnungsstätte in Wangen über ein Thema referiert, über das sich sicherlich fast jeder schon mal Gedanken gemacht hat: Bin ich inzwischen nur vergesslicher – oder geht es los mit einer Demenz? Der Saal war mit fast 50 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern, die den Termin nicht vergessen hatten, gut gefüllt.
Es war der Auftakt zu einer Vortragsreihe im Projekt „NACHBARSCHAF(F)T LEBEN“, das bis Ende 2019 in Wangen durchgeführt wird. Das Projekt soll in Wangen, mit den Schwerpunkten Pflege und Demenz, ein stabiles Beziehungsnetz aufbauen. Damit soll erreicht werden, dass der Umzug in ein Pflegeheim möglichst lange hinausgezögert wird, was wohl der Wunsch einer und eines jeden von uns ist. Das ist nämlich das Ziel der Politik in Baden-Württemberg. Das Projekt wird daher auch vom Ministerium für Soziales und Integration gefördert.
Weitere Vorträge wird es zu den Themen „Pflegestärkungsgesetze“ (27. September), „Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht“ (5. Oktober) geben.
Im Internetauftritt der evangelischen Kirchengemeinde Wangen finden Sie das Programm bis zum Jahresende. In das Projekt integriert sind weitere Aktionen wie „NACHBARSCHAF(F)T & GRÜNZEUG, „Hurra, wir lesen noch!“ und aktivierende Hausbesuche.
Übrigens: Wangen ist ein Stadtbezirk, in dem im Rahmen der landesweiten Projektsstrategie „Quartier 2020. Gemeinsam.Gestalten.“ ein Projekt zur Quartiersentwicklung von der Stadt Stuttgart durchgeführt wird. Außerdem ist hier die Hochschule Stuttgart mit dem Projekt „TransZ“ aktiv. Wangen startet eben durch.

Theo Fuchs

Haben Sie sich auch schon gefragt, was wohl mit diesem Schriftzug mit den netten Buchstabenmenschen gemeint ist? Das Projekt, das dahinter steckt, wurde von der Begegnungsstätte, von Regine Mischke, ins Leben gerufen.
Ziel des Projektes ist Information, Hilfe, Beratung, Unterstützung und Entlastung für Pflegende, Sensibilisierung für das Thema Demenz, Bewusstsein schaffen für die Notwendigkeit kultursensibler Pflege. Ziel ist aber auch, ein gutes Nachbarschaftsverhältnis unter den Wangenern herzustellen.
Für den Zeitraum von zwei Jahren sind viele Angebote geplant, die einen starken Bezug zu Wangen haben und dort unterschiedliche Zielgruppen erreichen wollen. Ich wurde angesprochen, dieses Projekt ehrenamtlich zu unterstützen und freue mich, wenn ich zum Gelingen beitragen kann. Beeindruckt haben mich nicht nur die Ziele und die Angebote, sondern auch die Lesarten im Logo: „Nachbarschaft leben“ und „Nachbar schafft Leben“!
Diese Interpretationsmöglichkeiten in diesen zwei Wörtern finde ich sehr aussagekräftig: wenn wir eine gute Nachbarschaft leben, dann schaffen wir unter uns Nachbarn für alle Beteiligten mehr Leben, mehr Lebensfreude und mehr Lebensqualität.
Ich selber unterstütze seit Jahren ein älteres Nachbarehepaar mit Einkauf und Hilfe bei Arztbesuchen. Das ist ein super Beispiel für eine Win-Win-Situation: meine Nachbarn haben etwas davon, und mir – ich bin ja auch Nachbar meiner Nachbarn – vermittelt das Gefühl, geholfen zu haben, eine große emotionale Freude.
Und – seien wir einmal ehrlich – sind wir nicht alle ein bisschen Nachbar?

Ich bin der von oben drüber, du bist der von links daneben, sie und er wohnen gegenüber und die Familie da, zwei Häuser weiter, die kenn ich auch, für die hab ich schon mal ein Paket abgenommen. Man weiß den Namen, man grüßt sich, „a Schwätzle ieber dr Zaun“, man trifft sich beim Einkaufen und hält kurz an, um über den Nachbarn vorne am Eck zu lästern, weil der „scho wiedr d’Gass ned kehrt hot“. Aber – vielleicht hat das ja auch seinen Grund?
Das Projekt „NACHBARSCHAF(F)T LEBEN“ startet gerade durch: in der BGS und im Kornhasen gibt es ab Juni einmal im Monat die Veranstaltung „Hurra, wir lesen noch!“, am 18. Juli 2018 ist ein Vortrag zum Thema „Prä-Demenz“ (Ich vergesse immer mehr – „Fehlalarm“ oder Grund zur Sorge?) geplant, am 23. Oktober 2018 gibt es einen Kinofilm über Alzheimer im Gemeindehaus und das Team „Nachbarschaft und Grünzeug“ ist in den Wangener Vorgärten schon sehr aktiv.

Weitere Angebote sind geplant, wir werden Sie informieren. Wir freuen uns über jeden, der bei den Angeboten und Aktionen – oder als Teilnehmer – in diesem Projekt mitmachen will.

Interessenten können sich gerne bei mir melden.
Ulrich Heinz
Tel. 0711 423607, u-r.heinzdontospamme@gowaway.t-online.de


Projektgruppe zur Planung und Installierung einer Angebotsstruktur für pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige…
… sind Ehepartner, Töchter, Söhne, Geschwister, Verwandte, Freunde und Nachbarn von pflegebedürftigen Menschen
… pflegen alleine oder mit Unterstützung
… begleiten und sorgen sich um pflegebedürftige Menschen zuhause oder im Heim

WIR SIND
haupt- und ehrenamtlich Engagierte im Stadtteil mit einem Bezug zum Thema

WIR WOLLEN
pflegende Angehörige stärken und vernetzen
die Arbeit und das Engagement pflegender Angehöriger würdigen
eine Plattform schaffen, auf der pflegende Angehörige sich treffen, austauschen und stärkende Angebote gemeinsam wahrnehmen und entwickeln können.

WIR SUCHEN
Mitdenker_innen,
denen das Thema am Herzen liegt und
die Lust haben, mitzumachen!


Jägerhalde 7, 70327 Stuttgart-Wangen, Tel. 0711 489998 20 Kontakt: Christine Schneider

Wir knüpfen ein Beziehungsnetz in Wangen!

Unter dem Motto NACHBARSCHAF(F)T LEBEN geht es um praktische Unterstützung und Kontakt in Wangen. (PDF)
Leben und pflegen gelingt besser, wenn es in der Nachbarschaft Kontakt, Begegnung und Engagement gibt. So kann Lebensqualität durch Beziehungen im Quartier auch im Alter und bei Krankheit erhalten bleiben.
Lebendige Nachbarschaft ist für uns aber auch die Antwort auf Anonymität und Vereinsamung.
Wir wollen etwas tun, damit Sorge für andere und Betreuung nicht überfordert.
Uns interessiert, wie in anderen Kulturen mit den Fragen des Alters umgegangen wird.  

Deshalb suchen wir den Kontakt und die Zusammenarbeit mit allen, die an einem zukünftigen Netzwerk für PflegeKulturDemenz mitknüpfen wollen. Ein tragendes Netz für den Alltag kann nur gemeinsam entstehen.

Machen Sie mit!
Ihre Meinung interessiert uns! Was brauchen wir in Wangen, damit man hier gut leben kann?

Weitere Infos erhalten Sie über die Projektgruppe „PflegeKulturDemenz“ und in der Begegnungsstätte.

 

Interessenten können sich gerne bei mir melden.
Ulrich Heinz
Tel. 0711 423607, u-r.heinz@t-online.de