PC für Home-Schooling

Von der Landessynode der Ev. Landeskirche erhielt die Ev. Jugendarbeit Wangen Ende Mai eine großzügige Spende mit zwanzig gebrauchten Laptops. Diese reichten wir an Jugendliche, welche dringend einen Computer benötigten, weiter, damit diese auch in Corona-Zeiten schulisch mithalten können.
Heike Ulrich und Bärbel Jancevskis baten im letzten Michel um Hilfe für bedürftige Schüler*innen. Peter Reif, Mitglied der jetzigen Synode und Ehemann von Heike Ulrich, leitete die Anfrage weiter und das Präsidium der Synode spendete daraufhin direkt und ganz unbürokratisch.
Die 20 Computer im Gesamtwert von rund 5000 €, die kunstvoll auf dem Tisch vor dem Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde Wangen arrangiert wurden, sind rund fünf Jahre alt und haben gerade erst eine technische Verjüngungskur von der „Data Group“ bekommen.
Gruppenbild mit 20 Computern: Sabine Foth (Mitte) übergab die PCs im Namen der Landessynode an die Ev.
Kirchengemeinde Wangen.
Im Sicherheitsabstand und mit Maske dabei (von rechts): Jugendreferentin Heike Ulrich, Ivan Fricek von „Data Group“, KGR-Vorsitzender Michael Mischke und Stefanie Dorsch vom Jugendamt (HzE).

„Die Landessynode arbeitet seit einigen Jahren papierlos und hat vor kurzem ihre Geräte ausgetauscht. Ich freue mich, dass wir aus der 15. Landessynode diese Geräte haben, die wir nun der Kirchengemeinde Wangen für Kinder und Jugendlichen übergeben können“, sagte Sabine Foth, die Präsidentin der 16. Landessynode. So werden auf den Tasten, auf denen früher wichtige Anträge für das „Kirchenparlament“ der Württembergischen Landeskirche getippt wurden, bald Mathematik- und Deutschhausaufgaben gemacht – außerdem vielleicht die eine oder andere Chatnachricht an Mitschüler und Lehrer verschickt.
„Kinder und Jugendliche sind während der Coronapandemie vor besondere Herausforderungen gestellt“, machte Sabine Foth deutlich. Nicht nur das Treffen mit der Peergroup sei kaum möglich, besonders schwierig sei auch die schulische Situation. „Lerninhalte müssen oftmals selbständig erarbeitet werden. Um am Home-Schooling, also am Unterricht zuhause, teilnehmen zu können, brauchen die Kinder und Jugendlichen die not-
wendige technische Ausstattung.“ Bis zu den Sommerferien kann der Schulunterricht voraussichtlich nur sehr eingeschränkt stattfinden.
Da es beim Verteilen fair zugehen sollte, wurden die Geräte an Jugendreferentin Heike Ulrich von der Kirchengemeinde Wangen übergeben. Stefanie Dorsch und Ingrid Hof vom Jugendamt in Stuttgart-Wangen (HzE) nahmen die ersten 14 Geräte gleich mit und garantierten, dass die Computer noch in den Pfingstferien zu den Kindern gelangen würden, welche die technische Lernunterstützung am dringendsten benötigen.
Mittlerweile haben wir alle Geräte weiterverschenkt und bereits einige begeisterte und erleichterte Rückmeldungen erhalten: ein 18-jähriger Kochlehrling kann jetzt endlich am Online-Unterricht teilnehmen, ein weiterer junger Mann ist neu motiviert für seinen Schulabschluss am Berufskolleg. Eine junge, alleinerziehende türkische Mutter zweier Kinder kann ihre Ausbildung zur Erzieherin nun etwas entspannter angehen.
Kinder und Jugendliche von 12 bis 25 Jahren in unterschiedlichsten Schulformen, mit und ohne Migrationshintergrund, haben somit eine Chance auf ein wenig Gleichberechtigung beim Lernen. Nun entfällt das oft vergebliche und umständliche Bemühen, schulische Aufgaben am Smartphone zu lösen. Weitere Spenden werden immer noch gerne angenommen – es gibt eine Flut an Anfragen, unter anderem auch von den Geflüchteten-Unterkünften der AGDW.
Heike Ulrich